Verfahrenstechnische Anwendungen

1. Brennstoffe und Schmieröle

Saubere Betriebsmittel sind ein absolutes Muss in Produktionsanlagen. Feste Verunreinigungen und Wasser müssen vom Hydraulik- oder Schmieröl schnellstens abgetrennt werden. Unsere Dekanter und Separatoren erfüllen diese Aufgabe effizient und sicher.

Dekanter erschließen eine profitable Ölquelle. Altöle aus verschiedenen Anwendungen werden mit Dekantern effizient aufbereitet. Je nach Anforderung sorgt die Zwei-Phasen und Drei-Phasen-Technologie für hohe Abscheidegrade bei Feststoff und Wasser. Das gewonnene Öl wird ein wertvoller Brennstoff, zum Beispiel zur Erzeugung von Strom.

Einsatzgebiete

Pflege von Kühlschmierstoffen ● Pflege von Reinigungsflüssigkeiten ● Reinigung und Entwässerung von Schmier- und Hydrauliköl ● Aufbereitung von Alt-Emulsionen und Altöl.

Anwendungen von Dekantern

Entfettungs-/Phosphatierbäder
In der Metall verarbeitenden Industrie werden Drei -Phasen-Dekanter eingesetzt, um Öl und Feststoffpartikel aus Entfettungs- und Eisenphosphatierbädern in einem Schritt abzutrennen. Auf diese Weise erhalten die Bäder ihre optimale Reinigungswirkung, die Standzeit wird deutlich erhöht und die Entsorgungskosten werden minimiert. Zweiphasen-Dekanter werden für die Feststoffabscheidung aus Zinkphosphatierbädern eingesetzt.

Aufbereiten von Ölschlamm
Ölhaltige Schlämme wie Slopöl und dergleichen fallen auf Ölfeldern, Raffinerien und in der Petrochemie an. Je nach Beschaffenheit des Schlammes ist eine mechanisch-chemische Vorbehandlung erforderlich, bevor ein Drei-Phasen-Dekanter den Schlamm in die Komponenten Öl, Wasser und Feststoff trennen kann. Zur Verbesserung der Trennung werden Zusätze wie Netzmittel, Spaltmittel und Flockungshilfsmittel zudosiert, falls erforderlich.

Ziel der Trennung ist ein möglichst sauberes Öl, welches wieder verwendet werden kann, sei es als Rohöl oder als Brennstoff. Der Feststoff soll möglichst trocken sein. Er wird üblicherweise verbrannt oder deponiert. Die Wasserphase soll so sauber sein, dass sie in einer normalen Kläranlage verarbeitet werden kann.

Anwendungen von Separatoren

Waschlaugenreinigung und Ölrecycling
Bestimmte Oberflächenbehandlungen in der Metallverarbeitung und der Automobilindustrie setzen eine sorgfältige Reinigung voraus. Zur Reinigung der Waschlauge eignet sich der Einsatz von Separatoren. Diese bereiten in einem zweistufigen Prozess die Waschlauge eines Warmentfettungsbades und das daraus getrennte Ziehöl aus dem Tiefziehprozess auf. Durch den Einsatz eines Separators werden im Nebenstrom Fremdöl und Metallpartikel getrennt. Somit wird eine Rückbefettung und Verschleppung in die nachgeschalteten Bäder verhindert. Des weiteren wird die Standzeit des Waschlaugenbades um ein Vielfaches erhöht.

Kühlschmieremulsionen
Um Hautinfektionen, Geruchsbelästigung, Emulgatorabbau oder Säurebildung zu verhindern, müssen Kühlschmieremulsionen kontinuierlich und frühzeitig von Feststoffen, Wasser und Fremdöl befreit werden. Mit Separatoren lassen sich beide Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Feinste Feststoffe und Fremdöl werden in einem Arbeitsgang abgetrennt. Richtiges Pflegen erhöht die Standzeiten der Prozessflüssigkeiten in der Metallbearbeitung. Es senkt die Betriebskosten sowie den Verschleiß der Maschinen und den Wartungsaufwand. Die Standzeit der Werkzeuge erhöht sich ebenfalls. Zudem sorgt die zentrifugale Trenntechnik für konstantere Produktions- und bessere Arbeitsbedingungen.

Altöl und Hydrauliköl
Zentrifugale Trenntechniken separieren Wasser und Feststoffe aus Altölen, die dann nicht mehr kostenpflichtig entsorgt, sondern weiterverarbeitet und z.B. als wertvolle Brennstoffe genutzt werden können. Besonders bei Schmier- und Hydraulikölen führen Fremdpartikel zu Fehlfunktionen der Systeme, Korrosion und Verstopfungen. Eingesetzte Separatoren sorgen dafür, dass die Betriebsstoffe kontinuierlich von Wasser und winzigen Schmutzpartikeln gereinigt werden.

Schmieröl zur Walzenlagerung
Schmieröle müssen kontinuierlich von Wasser und Schmutzpartikeln befreit werden, da die eingetragenen Fremdstoffe zu Korrosion, Verstopfungen und Fehlfunktionen der Systeme führen können. Wird der Separator im Bypass zum Zirkulationssystem eingesetzt, sorgt das saubere Öl für einen dauerhaft reibungslosen Betrieb. In der Stahlindustrie z.B. wird Schmieröl zur Walzenlagerung eingesetzt. Beim Walzprozess dringt durch die offenen Lager Wasser in das Öl ein.

Die Aufgabe der Separatoren besteht darin, sowohl dieses Wasser als auch winzigste Metall und Staubpartikel aus dem Öl zu entfernen. Der Einsatz des Separators reinigt das Öl besser und wesentlich schneller, als das z. B. mit einem herkömmlichen Absetzbecken möglich wäre. Durch die gleichbleibend hohe Qualität des Schmieröls verlängern sich die Standzeiten der Walzlager um das vier- bis fünffache. Das erledigen Separatoren von uns in verschiedenen Stahlwerken mit großem Erfolg.

2. Chemie, Pharmazie und Biotechnologie

In der chemischen Industrie sind die Anforderungen an Separatoren und Dekanter besonders hoch. Konzentrierte Säuren- und Laugenverbindungen, hohe Temperaturen und hohe Drücke verlangen dem Material alles ab. Die Sicherheit der Produktionsprozesse hat deshalb oberste Priorität.

Alle Separatoren und Dekanter entsprechen den höchsten Sicherheits- und Qualitätsansprüchen und sind auf die jeweiligen Anwendungsbereiche zugeschnitten, um sichere und gleichzeitig effiziente Prozesse zu gewährleisten. Egal ob Sonderstähle zum Korrosionsschutz, Explosionsschutz der Motoren und aller übrigen elektrischen Bauteile oder Separatoren und Dekanter in Gasdichter Ausführung, das umfassende Produktsortiment ermöglicht den Einsatz von Zentrifugen in unterschiedlichsten Bereichen und sämtlichen Prozessstufen.

Organische und anorganische Chemie
Aldehyde/Alkohole ● Bariumsulfat ● Katalysatoren ● Lacke/Harze ● Laugen ● Leuchtstoffe ● Lösungsmittel ● Nitritverbindungen ● Organische Farbstoffe ● Peroxyde ● Pestizide ● Pflanzenextrakte ● Prozessflüssigkeiten ● Salzlösungen ● Säuren ● Tenside ● Zellulose und Derivate.

Petrochemie und Kunststoffherstellung
Kunststoffsuspensionen (zum Beispiel PVC, Polyethylen, Polypropylen, Polyazetat) ● Polycarbonate ● Terephthalsäuren.

Pharmazie und Biotechnologie
Alkaloide ● Aromastoffe ● Duftstoffe ● Enzyme ● Gewinnung von Bioprodukten aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen ● Hormone ● Humanblut ● Impfstoffe ● Insulin ● Morphin ● Pharmaprotein ● Pflanzliche Arzneimittel ● Starterkulturen ● Synthetische Pharmaprodukte ● Tierische Zellkulturen ● Vitamine.

Extraktion
Antibiotika ● Aromastoffe ● Ätherische Öle ● Duftstoffe ● Extrakte aus Organen ● Extrakte aus Pflanzen ● Pflanzliche Arzneimittel.

Anwendungen von Dekantern

Abscheidung von Polyethylen (HDPE) aus Hexan
Bei der Herstellung von Polyethlyen nach dem Suspensionsverfahren fällt nach der Polymerisation ein Gemisch aus Polymer und Hexan an. Aus diesem Gemisch soll das Polymer möglichst vollständig und mit möglichst wenig Restgehalt an Hexan abgetrennt werden. Wegen der Explosionsgefahr, bedingt durch die Dämpfe des Hexans, muss der Dekanter gegen Explosion geschützt werden, d. h. Gasdichte Ausführung, Ex-Schutz für alle elektrischen Komponenten und Schutzgasüberlagerung des gesamten Innenraums des Dekanters und anderen Anlagenteilen.

PVC-Entwässerung
PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff. Weltweit werden pro Jahr circa 45 Millionen Tonnen PVC hergestellt, ist im Vergleich zu anderen Kunststoffen günstig, einfach herzustellen und kann auf vielerlei Weise weiterverarbeitet werden. Wichtige Anwendungsbereiche für PVC sind die Bauindustrie, die Elektroindustrie und die Kfz-Industrie.

Der Großteil an PVC wird nach dem Suspensionsverfahren hergestellt. Beim Suspensionsverfahren werden Dekanter zur Entwässerung der PVC-Suspension nach der Polymerisation eingesetzt. PVC, welches mit unseren speziell konstruierten Hochleistungs-Dekantern entwässert wurde, weist eine niedrige Restfeuchte auf und spart damit Kosten in der nachfolgenden thermischen Trocknung.

Anwendung von Separatoren

Filtratextraktion am Beispiel Penicillin
Es existieren mehrere Verfahrensvarianten der Extraktion, wobei die jeweilige Variante und letztlich auch die Wahl der einzusetzenden Zentrifuge durch die Beschaffenheit der Phasen bestimmt wird.
Zur Flüssig-Flüssig-Extraktion werden Teller-Separatoren in den Varianten Vollmantel- und selbstentleerende Tellertrommel eingesetzt.
Zuerst wird die wässrige Biomasse, die das Pilzmyzel enthält, z. B. über einen Vakuumtrommelfilter geführt und abgetrennt. Anschließend wird durch die Zugabe von Schwefelsäure der pH-Wert so verändert, dass sich ein für den Stoffübergang optimierter Zustand einstellt.

Die Zugabe von Netzmittel sorgt für eine höhere Trenneffizienz während der Extraktion. Danach gelangt die weitgehend vom Feststoff befreite, wässrige Fermentationslösung in den ersten Teller-Separator der Zweistufigen Gegenstromextraktion. Dort wird sie mit dem Lösungsmittel aus dem zweiten Separator, das bereits mit Penicillin beladen ist, gemischt. Das Lösungsmittel, das den ersten Separator verlässt, wird anschließend ausgefällt und über Zentrifugen so weit aufgearbeitet, bis das vorläufige Endprodukt - Penicillin-Rohsalz - in der vom Hersteller gewünschten Reinheit vorliegt.

3. Getränketechnik

Separatoren und Dekanter sind unverzichtbar bei der Herstellung von Bier, Wein, Frucht- und Gemüsesäften sowie anderen Getränken. In der Bierherstellung sorgt die effiziente Klärtechnik für hohe Wirtschaftlichkeit bei einer Qualitätsverbesserung des Produktes. Obst- und Gemüsesäfte werden in kompletten Verarbeitungslinien von gewonnen.

Maximale Ausbeute und höchste Produktqualität garantierten dabei unsere Dekanter, Separatoren und Siebschnecken-Zentrifugen. Auch bei der Herstellung von Zitrusprodukten wie Orangensaft, löslichem Kaffee und Instant-Tee oder der Sojadrinkgewinnung verbessern Separatoren und Dekanter die Ergebnisse.

Herstellung und Gewinnung von:

Bier ● Wein ● Sekt ● Champagner ● Zitrussaft ● Premium-Saft aus Früchten und Beeren ● Karottensaft ● Rote-Bete-Saft ● Grundstoffe für Erfrischungsgetränke ● Dattelsaft-Konzentrat ● Ananas ● Essenzöle ●   Kaffee ● Tee ● Sojadrinks

Anwendungen von Dekantern

Herstellung von Fruchtsaft
Dekanter bei der Herstellung von Frucht- und Gemüsesäften scheiden feste Bestandteile wie Fruchtfleisch aus dem Saft ab. Die verfahrenstechnischen Kriterien sind eine hohe Abscheidung der Feststoffe, wenn der Saft möglichst klar sein soll bzw. eine kontrollierte Abscheidung, wenn ein naturtrüber Saft erhalten werden soll.

Der Wassergehalt im abgeschiedenen Feststoff ist ein Maß für die Saftausbeute, er muss so gering wie möglich sein. Ein Dekanter zur Verarbeitung von Fruchtsaft muss den hohen Anforderungen an Hygiene, wie in der Lebensmittelindustrie üblich sind, genügen, d. h. glatte Oberflächen, alle produktberührten Teile aus Edelstahl und eine Einrichtung für CIP-Reinigung.

Kaffee-Presswasser-Entölung

Die mechanische Trenntechnik hat bei der Herstellung von Kaffee und Instantkaffee einen entscheidenden Einfluss auf die Kaffeequalität und die Effizienz der Produktion. Ob traditioneller löslicher Kaffee oder Spezialitäten wie Cappuccino: Das Endprodukt lebt vom Aroma.

Die Kaffee-Rückstände aus der Extraktion enthalten zudem noch wertvolles Kaffeeöl. Zur Gewinnung von Kaffeeöl, welches als Aromaträger dient, werden die Rückstände aus der Extraktion abgepresst und das freigesetzte, so genannte Kaffee- Presswasser mit Drei-Phasen-Dekantern entölt. Nach dem Durchströmen des Dekanters fließt das Presswasser frei von Pressöl und unlöslichen Feststoffen ab. Die Öl-Phase verlässt den Dekanter als Emulsion, d. h. mit einem Anteil Prozesswasser. Die Abtrennung des Öls aus der Emulsion erfolgt in einem Drei-Phasen- Separator.

Das gewonnene Kaffeeöl ist praktisch frei von Wasser und unlöslichen Sedimenten. Zur Aromatisierung kann das Kaffeeöl mit dem aus dem Prozess gewonnenen Aroma vermischt und dem Fertigprodukt wieder zugeführt werden.

Instanttee

Für die Herstellung von Instanttee werden die Inhaltsstoffe der Tee-Blätter durch wässrige Extraktion aus den Blattzellen herausgelöst. Die löslichen Bestandteile sind für den Geschmack, Duft und Wirkung verantwortlich. Neben den löslichen Bestandteilen gibt es auch unlösliche Stoffe, welche im Endprodukt unerwünscht sind, das Erscheinungsbild trüben und deshalb entfernt werden müssen.

Die größeren Partikel können nach der ersten Extraktion mittels Dekanter abgeschieden werden. Um die Ausbeute zu erhöhen, extrahiert man die abgeschiedenen Teeblattbestandteile, in denen noch lösliche Komponenten enthalten sind, ein zweites Mal. Die unlöslichen Bestandteile werden danach wiederum mittels eines Dekanters abgetrennt.

Soja - Sojadrinks und Tofu

Sojaproteine sind mittlerweile wichtige pflanzliche Proteine für Mensch und Tier. Die steigende Nachfrage nach Sojaprodukten wie Isolat und Milch erfordert effiziente Produktionslinien hinsichtlich Qualität und Ausbeute. Die Sojabohnen werden zunächst gesäubert, geschält, eingeweicht und mit heißem Wasser vermahlen.

Ein Dekanter trennt das sogenannte Okara (Sojabohnenrückstände) von der Sojamilch ab. Mittels einer zweiten Extraktion des Okaras mit heißem Wasser und anschließender Dekanter-Klärung kann die Proteinrückgewinnung deutlich verbessert werden. Die Sojamilch kann in weiteren Verfahrensschritten mittels Separator sowohl feinstgeklärt als auch entölt werden. Durch den Einsatz von Dekantern lassen sich die mit Wasser vermahlenen Sojabohnen in Feststoff (Okara) und Sojamilch auftrennen. Die Sojamilch kann in weiteren Verfahrensschritten mittels Separator sowohl feinstgeklärt als auch entölt werden.

Abwasserbehandlung

Schälwasser, Spülwasser und sonstige Abwässer aus der Frucht- und Gemüsesaftgewinnung verursachen Entsorgungskosten, deren Reduzierung Ziel eines jeden Betriebes ist. Die Umsetzung, d.h. Klärung oder Aufkonzentrierung dieser Abwässer kann mittels Dekantern erfolgen.

Anwendungen von Separatoren

Klärung von Gemüsesäften

Ob aus Karotte, Artischocke oder Zwiebel: Gemüsesäfte sind heute fester Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung.
Abhängig vom gewünschten Trubgehalt des zu erzeugenden Gemüse-Saftes können zur Feinklärung des gewonnenen Rohsaftes hochtourige Separatoren eingesetzt werden.

Klärung von Kaffee-Dünn- und Kaffee-Dickextrakten

Instantkaffees sind bereits seit einigen Jahrzehnten am Markt. Nach einem Blending, dem Vermischen verschiedener Bohnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, werden die Bohnen geröstet und dann relativ grob vermahlen, damit in den nachfolgenden Extraktionskolonnen eine gute Durchdringung mit heißem Wasser stattfinden kann. Durch die Extraktion unter Druck ergeben sich vergleichsweise höhere Ausbeuten als beim traditionellen Kaffeebrühen. Anschließend trennen Klär-Separatoren die unlöslichen Komponenten ab.

Diese Klärstufe ist nicht nur dafür verantwortlich, dass das Endprodukt frei von Sedimenten ist, sondern erhöht auch die Standzeit des nachgeschalteten Verdampfers - dem Engpass der Instantkaffee-Produktion. Während der Konzentration des so genannten Dünnextraktes auf 50 - 60% Trockensubstanz fallen weitere Stoffe aus. Auch diese werden durch weitere Klärung aus dem so genannten Dickextrakt mit Klär-Separatoren entfernt.

Soja - Sojadrinks und Tofu

Die Sojamilch aus der ersten Dekanter- Stufe kann durch einen Klär-Separator nachgeklärt werden, bevor sie der weiteren Sojamilchherstellung zugeführt wird. Mit Hilfe eines Trenn-Separators lässt sich außerdem eine fettreduzierte Sojamilch produzieren, indem das Öl abgetrennt wird.

Kräuterextrakte / Spezialsäfte /Nutraceuticals

In früheren Jahrhunderten waren Pflanzen wie Löwenzahn und Brennnessel feste Bestandteile der Kräuterküche und -apotheke. Später in Vergessenheit geraten, erleben sie heute eine eindrucksvolle Renaissance. Für die Saftgewinnung werden die Leistungen von Dekanter und Separator kombiniert. Nachdem die Pflanzen gründlich gereinigt worden sind, werden sie zunächst gehäckselt, blanchiert und mazeriert. Der Dekanter trennt während des Entsaftungsprozesses die gröberen Feststoffe schonend ab, bevor ein Separator die Feinklärung ausführt. Anschließend werden die Säfte pasteurisiert und abgefüllt. Das Ergebnis sind Qualitätssäfte, bei denen nichts von der grundlegenden Wirkung der Inhaltsstoffe verloren geht.

4. Industrielle Biotechnologie

Mittlerweile werden immer mehr Anwendungen auch außerhalb des Nahrungsmittelbereiches erschlossen. Wie etwa bei biologisch abbaubaren Verpackungen oder der Gewinnung von technischem Alkohol, Ethanol, aus der Fermentation zur Beimischung zum Autobenzin. Hier zeigt sich mit der Umweltfreundlichkeit ein großer Vorteil der Stärke in nativer oder modifizierter Form gegenüber synthetischen Produkten auf Erdölbasis.

Die alkoholische Gärung ist seit Jahrtausenden bekannt. Alkohol als Kraftstoff war schon zur Zeit der Automobilerfindung im Gespräch, heute kommt er immer mehr zum Einsatz. Um den Wunsch nach unbegrenzter Mobilität mit der Begrenztheit fossiler Rohstoffe und dem Schutz der Lebensumwelt in Einklang zu bringen, setzt man verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe. Gefragt ist unter anderem die Beimischung von technischem Alkohol (Ethanol) aus der Fermentation, der alkoholischen Gärung, zum Autobenzin.

Herstellung und Gewinnung von:
Technischem Alkohol und Ethanol aus der Fermentation zur Beimischung für Autobenzin ● Aufarbeitung von Bioprodukten, zum Beispiel Melasse, Schlempe, Vinasse, Zuckersaft ● Aufarbeitung von Fermentationsprodukten, zum Beispiel Algen, Backhefe, Einzellerproteine, Futterhefe.

Anwendung von Dekantern

Herstellung von Bioethanol
Alkohol/Ethanol wird schon seit vielen Jahren aus unterschiedlichen Biomassen hergestellt. Durch den Einsatz moderner Biotechnologie werden die Ausbeuten bei der Hydrolyse und Fermentation gesteigert. Nach der Destillation wird die Schlempe über Dekanter in Feststoff und Dünnschlempe getrennt. Die Dünnschlempe wird dann durch Eindampfen zu Sirup konzentriert.

Anschließend erfolgt der Verschnitt mit dem Feststoff aus dem Dekanter. Je nach Bedarf wird der Feststoff mit dem Sirup thermisch zu DDGS (Distiller Dried Grain & Solubles) getrocknet oder ungetrocknet als proteinreiches Viehfutter verwendet.

Anwendung von Separatoren

Algen
Algen bilden mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in hoher Konzentration. Aufgrund dieser wertvollen Inhaltsstoffe tragen Algen ein großes Zukunftspotenzial in sich. Algen sind der Ausgangsstoff für viele unterschiedliche Industriezweige. Beispiele sind die Kosmetikindustrie, die Pharmazie, die Herstellung von Biokraftstoffen oder die Lebensmittelindustrie.

Bei der Algenernte mit dem Separator wird die Algensuspension vom Fermenter über den Separator geklärt. Die Algensuspension fließt direkt in den Separator und wird dort in eine klare Wasserphase und Algenkonzentrat getrennt. Das Algenkonzentrat hat dann eine cremige Konsistenz. Dieser Prozess eignet sich für kleine bis mittlere Anlagen. Die Algenernte mittels Separator zeichnet sich vor allem durch eine hohe Trennschärfe aus.

Für den Konzentrationsprozess stehen je nach Algentyp und Kultivierungsbedingungen Separatoren unterschiedlicher Baureihen zur Auswahl. Welcher Separator und welches Verarbeitungsmaterial verwendet wird, hängt nicht nur von den zu bewältigenden Kapazitäten ab, sondern auch von zahlreichen anderen Faktoren wie der Viskosität des Produkts, dem Feststoffanteil, dem pH-Wert in der Fermentationsbrühe oder der jeweiligen Zellstruktur.

5. Mineral Processing

Anorganische Pigmente wie Calciumcarbonat, Kaolin oder Titandioxid, die aus natürlichen Mineralien wie Marmor oder Ilmenit gewonnen werden, finden vielfältige Anwendungen als Zusätze zu Papieren und Kunststoffen, aber auch als Pigmente für Dispersionsfarben, Lacke und vieles mehr.

Einsatzgebiete
Calciumcarbonat ● Kaolin ● Mica ● Talkum ● Titandioxid

Dekanter und Separatoren sind in den verschiedensten Aufgabenfeldern bei der Herstellung von anorganischen Pigmenten im Einsatz:
Zur Entwässerung der Suspension (Slurry), in der die aufbereiteten Pigmente vorliegen, und zur Nassklassierung stehen entsprechende Düsenseparatoren und Dekanter zur Verfügung.

Bei einer starken Entwässerung des Slurry kommen leistungsstarke Dekanter zum Zug. Mit ihnen kann ein Slurry bis nahe an die physikalische Grenze der Entfeuchtung entwässert werden.

Anwendung von Dekantern

Grundstoffindustrie bzw. im Bergbau
Dekanter in der Aufbereitungsindustrie oder im Bergbau werden zur Abtrennung von Erzen, Mineralstoffen und Abraum aus wässrigen Suspensionen eingesetzt. Meist geht es dabei um die Verarbeitung großer Volumenströme mit großen Mengen an Feststoff. Naturgemäß sind die Feststoffe Erosiv, d. h. ein entsprechender Verschleißschutz ist ein entscheidendes Kriterium. Die zu entwässernden Feststoffe sind spezifisch schwer und bilden sehr harte Sedimente. Ein drehmomentstarker Antrieb mit variabler Differenzdrehzahl ist die Voraussetzung für ein gutes Trennergebnis.

Sand- und Kieswaschwasser
Bei der Gewinnung von Sand und Kies ist es oft erforderlich, das Material zu waschen. Dabei entsteht eine große Menge an verunreinigtem Wasser. Der Einsatz des Dekanters zur Reinigung von Sandwaschwasser und Kieswaschwasser ist hier optimal. Früher leitete man das Abwasser oftmals in Teiche. Dort setzten sich dann die Feinanteile ab. Das erforderte eine große Fläche, viel Abwasser und jede Menge Zeit. Durch die Reinigung von Sand- und Kieswaschwasser mit dem Dekanter werden diese Absetzteiche überflüssig.

Bohrschlamm, Bohremulsion und Bohrspülung
Moderne Bohremulsionen bilden einen geschlossenen Kreislauf, aus dem keine Feststoffe austreten. Daher muss alles, was durch den Bohrprozess in die Emulsion gelangt ist, abgetrennt werden. Während Rüttelsiebe und Hydrozyklone grobkörnige Teilchen abtrennen, separiert der Dekanter kleine Teilchen.

6. Molkereitechnik

Kein natürliches Nahrungsmittel ist so vielseitig nutzbar wie Milch. Das gilt für die Entrahmung, Standardisierung und Entkeimung der Milch oder Klärung von Molke, Herstellung von Lactose oder Kasein. Entscheidend für die wirtschaftliche Verarbeitung des Rohstoffes und qualitative Güte der Folge-Produkte ist der schonende Umgang mit der Milch. Deshalb verfügen unsere Separatoren über einen besonders schonenden Zulauf.

Einsatzgebiete sind zum Beispiel:
Entrahmen von Milch und Molke ● Reinigen von Milch und Molke ● Entkeimen von Milch und Molke ● Konzentrieren von Rahm.

Herstellung und Gewinnung von:
Kasein ● Käsestaub ● Milchzucker ● Butteröl

Anwendung von Dekantern

Herstellung von Kasein
Kasein ist das Strukturprotein der Milch und daher der Hauptbestandteil von Quark und Käse. Gewonnen wird Kasein bevorzugt aus mit Salzsäure versetzter Magermilch. Dabei fallen die Milchproteine aus, die mithilfe eines Dekanters und einer Filtrationsanlage abgetrennt werden. Das auf diese Weise gewonnene Kasein wird gewaschen, über einen zweiten Dekanter geführt und anschließend getrocknet.

Herstellung von Milchzucker
Der Milchzucker wird aus der Molke gewonnen, die bei der Käseherstellung nach dem Abscheiden des Kaseins und des Fettes aus der geronnenen Milch übrigbleibt. Der in der Molke enthaltene Milchzucker (Laktose) wird in Spezial-Dekantern oder Siebschnecken-Zentrifugen in mehreren Stufen ausgefällt, abgetrennt und gewaschen.

Konzentrierung von Käsestaub
Das beim Einsatz von Molkenentstaubungs- und Molkenentrahmungs-Separatoren anfallende, abgeschleuderte Käsestaub-Molke-Wasser-Gemisch kann zu einer konzentrierten, werthaltigen Käsemasse weiterverarbeitet werden. Hierzu können spezielle Dekanter eingesetzt werden, welche die Trockenmasse des Käsestaub-Molke-Wasser-Gemisches erheblich erhöhen.

Anwendung von Separatoren

Milch-Entrahmung
Zur Herstellung von Milch- bzw. Käseprodukten werden spezielle Entrahmungs-Separatoren eingesetzt. Diese Separatoren trennen die im Vorfeld auf 50 °C erwärmte Milch in Rahm und Magermilch. Darüber hinaus werden Verunreinigungen, die sich in der Rohmilch befinden, abgeschieden. Die entrahmte Milch kann anschließend wieder mit Rahm rückvermischt werden, um den gewünschten Fettgehalt der Milch einzustellen.

Molken-Entstaubung
Bevor die Molke zur Entrahmung dem Entrahmungs-Separator zugeführt wird, muss die Molke vorgereinigt werden. Die effektivste Methode der Vorreinigung ist der Einsatz eines speziell für diese Anwendung ausgelegten Klär-Separators. Die Anwendung eines solchen Molkenentstaubungs-Separators erhöht auch die Effizienz des nachgeschalteten Molken-Entrahmungs-Separators.

Reinigung von CIP-Laugen
Die in der Molkerei anfallenden CIP-Laugen müssen bei fehlender Aufbereitung recht schnell ausgetauscht werden. Die hierdurch entstehenden Kosten für Entsorgung und Neuansatz sind ganz erheblich. Um die Standzeit dieser CIP-Laugen zu verlängern, können ebenfalls spezielle Reinigungs-Separatoren eingesetzt werden, welche die Laugen in kurzer Zeit sehr effizient reinigen.

7. Öl- und Fettgewinnung

Moderne Verfahren zur Gewinnung von Ölen und Rohfetten sind heute durch die breite Anwendung zentrifugaler Klär- und Trenntechnik gekennzeichnet. Dabei ist die Qualität des Endproduktes abhängig vom Produktionsverfahren und der Beschaffenheit der eingesetzten Rohstoffe und -waren.

Separatoren und Dekanter sichern eine einwandfreie Klärung und Trennung für höchstmögliche Ausbeuten im gesamten Verarbeitungsprozess. Und das ganz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

Das Herz einer jeden Anlage
So unterschiedlich wie die verschiedenen Fette und Öle, so variantenreich müssen auch die praxisorientierten Herstellungsverfahren und -technologien sein. Herzstück der Anlage sind dabei immer die Zentrifugen. Ob Zwei-Phasen- oder Drei-Phasen- Dekanter, selbstentleerende Separatoren mit höchstem Automatisierungsgrad oder diskontinuierlich arbeitende Systeme: Jeder Kunde findet die wirtschaftlich und technologisch beste Lösung für seine Produktionsaufgaben.

Herstellung und Gewinnung von:
Blutmehl ● Blutplasma ● Fettabscheiderinhalte ● Fischmehl ● Fischöl ● Flotationsschlamm aus der Fisch- und Fleischverarbeitenden Industrie ● Gelatine ● Hautleim ● Kakaobutter ● Knochenfleisch ● Kochbrühen ● Leberöl ● Maschinenleimleder ● Nussöle ● Olivenöl ● Palmöl ● Schlachtabfälle ● Surimi ● Speisefett ● Technische Fette ● Tierknochen ● Wollfett.

Anwendung von Dekantern

Gelatine
Aus Knochen, Haut und Schweineschwarten wird unter Anwendung zentrifugaler Trenntechnik Gelatine gewonnen. Dekanter übernehmen dabei die Aufgabe der Auftrennung der Extraktionsrückstände.

Blutmehl
In diesem Prozess wird das Tierblut im ersten Schritt ohne Vorbehandlung mit Hilfe eines Wärmetauschers erwärmt. Die anschließende Koagulation wird mit Hilfe von Direktdampf realisiert. Nach Erwärmung und Koagulierung kann aus dem Tierblut mittels Dekanter und anschließender Trocknung Blutmehl gewonnen werden.

Proteinhydrolysat
Proteinmehl gehört zu den besonderen Wertstoffen, die sich heute aus Schlachtnebenprodukten gewinnen lassen. Proteinhydrolysate können als wertvolle Zusätze zu Lebensmitteln, als nahrhaftes Futter in Aquakulturen oder als Pflanzendünger eingesetzt werden.

Nach Zerkleinerung und enzymatischem Aufschluss erfolgt mittels Drei-Phasen-Dekanter der den Strom in Fettphase, Feststoffe und die Hydrolysatphase mit den wasserlöslichen Proteinen trennt. Die beiden flüssigen Phasen werden anschließend in spezielle Separatoren poliert.

Gewinnung von Fischöl bzw. Fischmehl
Aufgrund der hohen Kosten für die Abfallbeseitigung entstand die Idee, hochwertige Öle aus solchen Stoffen zu gewinnen anstatt diese zu entsorgen.

Bei der industriellen Fischverarbeitung fällt das sogenannte Fischpresswasser an. Aus diesem Fischpresswasser wird das Fischöl als leichte Flüssigphase und das Fischmehl als Feststoff abgetrennt. Wichtigstes Kriterium ist eine möglichst hohe Trennschärfe zwischen Wasser und Öl.

Anwendung von Separatoren

Kochbrühen
Kochbrühen aus Fleisch enthalten Fette, die mittels Separatoren abgetrennt und weiterverwendet werden können.

Blutplasma
Die konsequente Verarbeitung von Tierblut zu Blutplasma oder Blutmehl ist ein möglicher Weg, die Rentabilität von Schlachtbetrieben noch weiter zu erhöhen. Insbesondere die Gewinnung von Blutplasma eröffnet lukrative Möglichkeiten, ist dieses Produkt doch aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe von den verschiedensten Industriebranchen sehr gefragt.

Als Zusatzstoff im Lebensmittelsektor wird Blutplasma ebenso eingesetzt wie im Pharma- oder Heimtierfutterbereich. Das mit Antigerinnungsmittel versehene Frischblut kann mittels spezieller Separatoren in Blutplasma und Blutkonzentrat aufgetrennt werden. Das Blutkonzentrat kann  weiterverarbeitet werden zu Blutmehl, das Plasma erfährt eine Weiterverwendung in der Lebensmittelindustrie.

Vollei - Eigelb - Eiweiß­
Eiprodukte sind meistens Halbfabrikate, die als Grundstoff oder Hilfsstoffe in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung finden. Die Entfernung von Schalenresten, Hagelschnüre etc. ist fester Bestandteil der Verarbeitung von Eiern zu Grund- oder Hilfsstoffen in der Nahrungsmittelindustrie. In hervorragender Weise lässt sich dies mit speziellen Klärseparatoren im Vergleich zu herkömmlichen Filtern bewerkstelligen.

Speisefette
Moderne Verfahren zur Verarbeitung von tierischen Rohfetten zu Speisefetten zeichnen sich durch eine breite Anwendung von zentrifugalen Trenn- und Klärtechniken aus. In den heute gebräuchlichen Prozessen setzt man dabei vor allem auf das produktschonende Nassschmelzverfahren.
Separatoren und Dekanter bilden das Herzstück jeder Fettschmelze. Abhängig von der eingesetzten Rohfettart, der gewünschten Qualität und der maximalen Durchsatzleistung kann der Prozess ein oder zwei Separatoren-Stufen umfassen, die sich der Dekanter-Stufe anschließen.

Mit der zweiten Trennstufe wird eine Feinstklärung des Fettes erreicht. Dabei werden durch Zugabe von Heißwasser feinste Eiweißstoffe ausgewaschen und dadurch die Qualität des Reinfettes erhöht.

8. Öl- und Fettverarbeitung und Oleochemie

Speiseöl ist eines der bedeutendsten Grundnahrungsmittel. Die Qualität des Endproduktes ist abhängig vom Raffinationsverfahren und der Rohölbeschaffenheit. Hier bieten wir wertsteigernde Lösungen für Betreiber von kleinen Ölmühlen und für große Raffinerien.

So unterschiedlich wie die verschiedenen Öle, so variantenreich müssen die Verarbeitungsverfahren und -technologien sein.

Ob selbstentleerender Separator mit höchstem Automatisierungsgrad oder diskontinuierlich arbeitendes System, jeder Kunde bekommt die wirtschaftlich und technologisch beste Lösung.

Herstellung und Gewinnung von:
Sojaöl ● Rapsöl ● Sonnenblumenöl ● Baumwollsaatöl ● Maiskeimöl

Verfahren zur Speiseölverarbeitung:
Pressölklärung ● Entschleimung ● Neutralisation ● Waschung ● Entwachsung ● Fraktionierung ● Soapstockspaltung

Oleochemie
Pflanzliche und tierische Öle und Fette, meistens solche die als Nahrungsmittel nicht geeignet sind, werden vermehrt als technische Fette in der Oleochemie eingesetzt. Auch hier ergeben sich ständig neue Einsatzfelder für unsere Separatoren und Dekanter.

Anwendungen
Veresterung und Umesterung (zum Beispiel zur Herstellung von Bio-Diesel) ● Epoxidierte Öle • Glycerin ● Seife ● Fettsäuren ● Fettalkohole.

Anwendung von Dekantern

Klärung von Saat und Pressöl
Die Ölsaat wird mit der Schneckenpresse bearbeitet. Das daraus resultierende Pressöl weist einen erheblichen Anteil an Feststoff auf. Für eine optimale Pressölklärung ist der Einsatz des Dekanters unerlässlich.

Nur durch die Klärung des Pressöls mittels Dekanter erhält man eine hohe Ausbeute an hochwertigem und reinem Öl. Zur Optimierung der Feststoffabtrennung wird dem Öl häufig Heißwasser zugegeben. Hierdurch quellen die vorhandenen Feinfeststoffe auf und lassen sich erheblich besser abtrennen.

Anwendung von Separatoren

Waschung von Speiseölen
Bei der Waschung werden Seifenrückstände im Öl entfernt. Unter Zugabe von heißem Wasser wird das Gemisch mittels eines Separators in gewaschenes Öl und Soapstock getrennt. Die Waschung kann ein- oder zweistufig erfolgen.

Biodiesel
Im Rahmen der Umesterung von Ölen und Fetten zwecks Biodieselgewinnung fallen verschiedene Phasentrennaufgaben an, welche mittels zentrifugaler Trenntechnik gelöst werden können. So können Separatoren für die Schritte Degumming, Vor- und Umesterung, Waschung und Polierung eingesetzt werden.

Klärung von Frittierfett und Röstöl
Zwecks Standzeitverlängerung der Öle und Fette werden mittels selbstentleerender Tellerseparatoren Feststoffrückstände abgetrennt.

9. Stärketechnik

Stärke als wesentlicher Bestandteil vieler nachwachsender Rohstoffe gewinnt durch ihre vielfältigen Modifizierungsmöglichkeiten zunehmend an Bedeutung. Unterschiedliche Rohstoffe dienen zur Herstellung von Stärke und Gluten. Weltweit werden jährlich rund 80 Mio. Tonnen Stärke gewonnen. Und der Bedarf wächst täglich, mittlerweile auch über den Nahrungsmittelbereich hinaus.

Weizen gehört zu den weltweit wichtigsten Rohstoffen für die Gewinnung von Stärke und ihren Nebenprodukten. Für die Produktion von Stärke zerlegt man Weizenmehl in seine Bestandteile A-Stärke, Pentosane und Gluten bzw. B-Stärke.

Dekanter und Separatoren sind in den verschiedensten Stärkegewinnungsverfahren im Einsatz und bilden das Herzstück der Anlagen.

Herstellung und Gewinnung von:
Kartoffelstärke ● Kartoffelpülpe ● Kartoffelreibsel ● Kartoffeleiweiß ● Reisstärke ● Sojaproteine ● Weizenstärke, A- und B-Stärke, Weizengluten ● Proteinkoagulat.

Anwendung von Dekantern

Weizenstärke
Bei der Verarbeitung von Weizenstärke ist die Trennung von Stärke, Gluten und gelösten Proteinen (Pentosan) ein entscheidender Verfahrensschritt. Hohe Trennschärfe zwischen A-Stärke und Gluten und ein hoher Trockensubstanzanteil in der entwässerten Stärke sind die entscheidenden Faktoren.

Das erledigen unsere bewährten Drei-Phasen-Dekanter mit einer verstellbaren Schälscheibe in verschiedenen Stärkefabriken mit großem Erfolg.

Kartoffelstärke
Kartoffelstärke wird unter Einsatz von Dekantern und Drei-Phasen-Düsenseparatoren gewonnen. Dekanter und Siebschnecken Zentrifugen übernehmen die Verfahrensschritte der Fruchtwasserseparierung und Pülpeentwässerung.

Reisstärke
Dekanter übernehmen im Rahmen der Reisstärkeproduktion die Aufgabe der Stärkeentwässerung.

Anwendung von Separatoren

Kartoffelstärke
Kartoffelstärke wird unter Einsatz von Düsenseparatoren gewonnen. Separatoren übernehmen die Verfahrensschritte der Konzentrierung und Waschung, d.h. Stärkemilchauftrennung in Stärke, Wasser und Fasern.

Prozesswasser
Der im Prozess anfallende Wasserüberschuss (aus der A-Stärke Abtrennung, B-Stärke Konzentration und der Faserfraktion kann mit einem Separator verarbeitet werden, sodass auch die restlichen und feinsten Feststoffe abgetrennt werden.

Wurzelstärke
Bei der Gewinnung von Wurzelstärke (Tapioka, Maniok, Cassava) werden sowohl Zwei- als auch Drei-Phasen-Düsenseparatoren eingesetzt, um die Auftrennung der Stärkemilch umzusetzen.

10. Umwelttechnik

Optimale Entwässerung senkt Kosten für die Schlammentsorgung. Die Kommunen und auch die Industrie sind verpflichtet, die wachsenden Klärschlammmengen umweltfreundlich und kostengünstig zu entsorgen. Die Entsorgung der Klärschlämme muss unter Einhaltung des Verwertungsgebotes nach dem Stand der Technik künftig gesichert werden.

Für alle Verwertungsmöglichkeiten ist die optimale, wirtschaftliche Entwässerung der Klärschlämme ein zentraler Schritt. Die Entsorgungsart und die damit verbundenen Anforderungen an den Grad der Entwässerung bestimmen die Wirtschaftlichkeit eines Entwässerungsaggregates. Im Hinblick auf die Verbrennung und Einsparung von Deponie- und Transportkosten ist jede Erhöhung der Feststoffkonzentration sinnvoll.

Weniger ist mehr
Damit der Klärschlamm entsprechend den Anforderungen verwertet bzw. entsorgt werden kann, ist vor der Trocknung, Verbrennung oder Deponierung eine optimale Entwässerung gefordert. Dekanter erfüllen diese Anforderungen unter anderem durch die hohe g-Zahl (Abscheidegrad) und optimale Drehmomentregelung.

Ein hoher Entwässerungsgrad garantiert ein erheblich reduziertes Schlammvolumen und dadurch deutliche Kostensenkungen für: Transport ● Deponierung ● Energieverbrauch bei der Trocknung oder Verbrennung

Einsatzgebiete für die Wasseraufbereitung:
Brauindustrie ● Molkereibetriebe ● Fruchtsaftherstellung ● Weinkellereien ● Biovergärung ● Gerbereien ● Lackierereien ● Papierherstellung ● Pharmaindustrie ● Rauchgasentschwefelung ● Entwässerung von Klärschlamm ● Eindickung von Klärschlamm

Anwendung von Dekantern

Lackieranlagen
Abwässer in Lackierereien sind hauptsächlich belastet mit Lösungsmitteln, ungelösten Lackbestandteilen und einem hohen Anteil an koagulierbaren Lackpartikeln. Durch den Einsatz von Dekantern können die Entsorgungskosten deutlich reduziert werden.

Der anfallende Schlamm wird in einem Behälter gesammelt und gelangt von dort in den Dekanter. Der Feststoffaustrag wird entsorgt oder wiederverwendet, die Klarphase wird dem Prozess wieder zugeführt und verringert dadurch die Kosten für Abwasserentsorgung und den Einsatz von Frischwasser.

Wasserlacke
Speziell in der Luftfahrt- und Automobilindustrie wie auch in vielen anderen Industriebereichen werden heute umweltfreundliche Wasserlacke verwendet. Dekanter trennen hier das benutzte Wasser von Farbresten und machen es so wieder verfügbar. Die aus der hohen Drehzahl resultierende große Klärfläche bewirkt große Durchsatzleistungen und eine bessere Abscheidung bei gleichzeitig hohem Trockensubstanzgehalt.

Entwässern von Klärschlamm
Bei der Entwässerung von Klärschlamm geht es darum, einen möglichst trockenen Feststoff zu erzielen und dabei möglichst wenig Energie und Flockungshilfsmittel zu verbrauchen. Der hohe Trockensubstanzgehalt im Feststoff wird durch eine Überlagerung von Zentrifugalentwässerung und Pressung erreicht.

Eindicken von Klärschlamm
Dekanter zur Eindickung von Klärschlamm konzentrieren Primär- und Belebtschlamm auf ca. 6 % Feststoffgehalt ein bevor der Schlamm zur Faulung gelangt. Dabei wird das Schlammvolumen um ca. 90% reduziert. Das Zentrat wird in die Biologie zurückgeführt und muss deshalb möglichst klar sein, damit ein Anreichern von Feinstoffen vermieden wird. Aus diesem Grund ist ein hoher Abscheidegrad ein wichtiges Kriterium.

Anwendung von Separatoren

Abwasseraufbereitung
Für die Feinstklärung von Abwässern oder auch die Abtrennung einer leichten Phase (z.B. Fettphase) aus einem Abwasserstrom können hochtourige Separatoren eingesetzt werden.

Wasseraufbereitung in der Pharmaindustrie
Erst der zusätzliche Einsatz von Separatoren befreit die Produktionsabwässer soweit von belastenden Inhaltsstoffen, dass die vorgegebenen Grenzwerte zuverlässig eingehalten werden können. Ein wesentlicher Vorteil von Separatoren gegenüber herkömmlichen Membranfiltrationsanlagen besteht darin, dass keine „Verstopfungsphänomene“ eintreten und somit eine stabile Prozesssicherheit gewährleistet ist.